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Wie oft höre ich aufgeregte Hundebesitzer "Runter", "Lass das", "Sitz" und was nicht noch alles rufen, um zu verhindern, dass ihr Hund sie selbst oder andere anspringt. Tagtäglich richten zahllose völlig verzweifelte Hundehalter diese oder ähnliche Kommandos an ihre nicht im mindesten beeindruckten Hunde, ohne jemals auch nur den geringsten Erfolg damit zu haben. Hunde, die Menschen anspringen, gibt es zu Hauf und nur wenige Menschen reagieren begeistert, wenn sich ein schlammtropfender Hund mit ungebändigtem Enthusiasmus auf sie stürzt und ihnen die Kleider ruiniert. Bei aller Liebe zum Hund, so etwas muss doch nun wirklich nicht sein, oder? Stimmt! Muss es nicht, denn man kann etwas dagegen tun. Wenn man versteht, warum Hunde sich so verhalten, macht man bereits einen großen Schritt in Richtung Problemlösung. Die Hauptgründe, warum Hunde an Menschen hochspringen: 1. Begrüßung auf Hundeart Grundsätzlich ist Anspringen einfach nur eine Weise, wie manche Hunde ihre Menschen begrüßen. Hunde untereinander begrüßen sich auf Augenhöhe und lecken sich gegenseitig die Schnauze. Da wir Menschen aber auf zwei Beinen gehen, springen sie hoch um unsere "Schnauzen" zu erreichen, damit sie uns auf ähnliche Weise begrüßen können. 2. Anspringen wird meistens belohntDie meisten Menschen belohnen Hunde, die sie anspringen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Sie streicheln die Hunde, begrüßen sie freundlich, lassen sich womöglich sogar über das Gesicht lecken oder spielen mit ihnen. Geschieht das regelmäßig, stellt der Hund sehr bald fest, dass Menschen anzuspringen eine verlässliche Methode ist, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Die meisten Hunde merken sich ziemlich schnell, dass Menschen anzuspringen in der Regel dazu führt, von ihnen beachtet zu werden. Und weil Hunde das wiederholen, was sich als erfolgreich erwiesen hat, kann sich das Anspringen zu einer ungeliebten Gewohnheit entwickeln. 3. DominanzverhaltenManche Hunde springen Menschen an, um Dominanz über sie auszuüben. Man muss allerdings erwähnen, dass dieser Grund des Anspringens weniger häufig vorkommt. Achten Sie aber lieber trotzdem auf Anzeichen für dominantes Verhalten im Alltag. Wenn Ihr Hund Ihnen in anderen Situationen ebenfalls nicht besonders gut gehorcht und oftmals macht, was er will, ist das ein möglicher Hinweis darauf, dass er Sie nicht als Leitperson betrachtet. Allgemeine TippsZunächst einmal sollten Sie sich bewusst machen, dass Ihr Hund Sie oder andere nicht anspringt um Sie zu ärgern. Er weiß einfach nicht, dass sein Verhalten unangemessen ist. Es liegt an Ihnen Ihrem Hund beizubringen, Menschen nicht mehr anzuspringen. Fangen Sie so schnell wie möglich an, Ihrem Hund das Anspringen abzugewöhnen. Je länger ein Hund eine Gewohnheit beibehält, desto schwieriger ist es, sie ihm wieder abzutrainieren. Einen Hund dafür zu bestrafen oder ihn zu schlagen, wenn er jemanden anspringt, ist nicht nur sehr unschön, es ist auch völlig sinnlos, weil es nicht dazu führt, dass er damit aufhört. Besser ist es, dem Hund klar zu verstehen zu geben, dass sein Verhalten nicht erwünscht ist. Belohnen Sie den Hund niemals dafür, dass er Sie anspringt, indem Sie ihm die Aufmerksamkeit geben, die er dadurch bekommen möchte. Ein Verhalten, dass man belohnt, festigt sich. Geben Sie Ihrem Hund klare Verhaltensregeln. Dadurch machen Sie es Ihrem Hund leichter, Sie zu verstehen und verhindern, dass er verwirrt darüber ist, was er darf und was nicht. Das bedeutet, dass jeder, der mit dem Hund in Kontakt kommt, ihm gegenüber die gleichen Regeln beachten muss. Dem Hund das Anspringen bei sich selber zu gestatten, ihn aber anzuschreien, wenn er es bei Fremden macht, verwirrt ihn nur. Das Anspringen stoppenJe nach Charakter Ihres Hundes, werden Sie eine der nachfolgenden Techniken hilfreich finden, um Ihrem Hund das Anspringen abzugewöhnen. Konsequent angewandt, ist es in der Regel nur eine Frage von einigen Tagen, bis Ihr Hund verstanden hat, dass er an Menschen nicht hochspringen darf. Bringen Sie Ihren Hund unter Kontrolle, bevor er die Gelegenheit bekommt, jemanden anzuspringen. Rufen Sie ihn zu sich, wenn sich eine Person nähert, bei der die Möglichkeit besteht, dass Ihr Hund an ihr hochspringen könnte. Sobald Ihr Hund zum Sprung ansetzt, drehen Sie sich um und ignorieren ihn völlig. Sprechen Sie nicht mit ihm und schauen Sie ihn nicht an. Wenden Sie ihm solange den Rücken zu, bis er mit allen vier Pfoten auf dem Boden bleibt. So begreift er, dass er von Ihnen nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt, wenn er Sie anspringt. Sobald er ruhig bleibt und aufhört zu springen, können Sie sich wieder umdrehen. Gehen Sie ruhig in die Knie, so dass Sie mit ihm auf Augenhöhe sind und loben und streicheln Sie ihn für sein ruhiges Verhalten. Verlangen Sie ein Alternativverhalten von Ihrem Hund. Sie können ihm beispielsweise den Befehl "Sitz" geben und das Anspringen dadurch im Keim ersticken. Üben Sie mit Ihrem Hund, damit er den dafür notwendigen Grundgehorsam bekommt. |
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