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Der Mythos vom Welpenschutz

Den Welpenschutz gibt es, wenn es ihn überhaupt gibt, nur für deutsche Welpen. In anderen Sprachen habe ich das Wort jedenfalls nicht finden können.

Aber Spaß beiseite... Fälschlicherweise wird von Besitzern kleiner Welpen oft angenommen, ihr Hund würde bis zum Alter von sechs Monaten bei erwachsenen Hunden so eine Art Beißbremse auslösen, den sogenannten Welpenschutz.

Diese Annahme ist leider falsch, so gerne wir Menschen das auch hätten. Die meisten erwachsenen Hunde reagieren zwar durchaus freundlich auf Welpen, aber man kann sich nicht darauf verlassen.

Manchmal wird auch die Meinung vertreten, dass nur die Welpen des eigenen Rudels den Welpenschutz genießen, aber das stimmt leider auch nicht. Auch im eigenen Rudel werden Welpen getötet, wenn diese krank sind oder das Überleben des gesamten Rudels gefährdet ist.

Ein Mechanismus wie der Welpenschutz gehört demnach nicht zum biologischen Programm unserer Hunde und ein Welpe, der sich beispielsweise in das Territorium eines erwachsenen Hundes begibt, ist nicht davor geschützt, verletzt werden.

Damit Ihr Welpe keine negativen Erfahrungen mit anderen Hunden sammelt und deswegen später vielleicht aggressiv oder ängstlich auf Artgenossen reagiert, sollten Sie ihn nicht unkontrolliert auf andere Hunde treffen lassen.

 

 

 

 

 

 
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